Interplast Interplast Germany e.V. - Sektion München
 

01.04.09

Die "Swimming Doctors" in der Deltaregion Burmas

Für die Menschen im Delta wollen wir eine medizinische Grundversorgung aufbauen. Dafür brauchen wir ein Boot, zwei Ärzte mit drei Schwestern und drei Leute für das Boot. Es ist ausreichend Geld vorhanden, um dieses Projekt zu starten - die laufenden Kosten jedoch sollen von den "Swimming Doctors"selbst erwirtschaftet werden. Das Team fährt mit dem Boot durch das Delta und besucht in einem festgelegten Turnus fünfundzwanzig Dörfer im Monat - im Schnitt jeden Tag ein Dorf. Nach fünfundzwanzig Tagen fährt das Boot zum "Auftanken" nach Yangon. Dann fängt das Ganze wieder von vorne an. Dieser Service kostet einen Dollar pro Arztbesuch zuzüglich der Kosten für die Medikamente. Für Patienten, die kein Geld haben, gibt es eine kostenlose Behandlung. Die Einnahmen aus den Medikamenten werden 1:1 für den Kauf neuer Medikamente verwand. Einnahmen aus den Behandlungen werden geteilt: die eine Hälfte für das Team - die andere Hälfte für die Bootsmannschaft, den Unterhalt vom Boot und für Rücklagen. Bei 100 zahlenden Patienten pro Arzt/Schwester am Tag bringt das 5.000 Dollar im Monat, das sind rund 500 Dollar pro Kopf. Ein Vielfaches von dem, was ein Arzt im staatlichen Gesundheitssystem verdienen kann.

Head of the team

Als erstes suchen wir den Mann, der dieses Projekt verantworten möchte, den Boss. Einen Arzt, der schon viel menschliche und fachliche Erfahrung gesammelt hat und der sich dann selbst sein Team zusammenstellt. Ein Mann der auch an der Gesamtgestaltung des Projekts mitwirken kann, darf und soll. Es muss sein Projekt werden.

Das Boot

Wir lassen ein Boot für die besonderen Anforderungen (um)bauen. 16 Meter lang, viereinhalb Meter breit. Groß genug um alles unterzubringen - kompakt und wendig um auch in die abgelegenen Deltaarme fahren zu können. Mit einem kleinen Beiboot für schnelle Noteinsätze. Es soll ein schönes Boot werden - komfortabel, technisch und medizinisch gut ausgestattet. Die Menschen, die auf diesem Boot arbeiten dürfen stolz darauf sein und sie sollen sich wohlfühlen.

AIS

Amara, Interplast und Stiftunglife - man könnte auch sagen: Geld und guter Wille, medizinisches Wissen, Erfahrung in Hilfsprojekten und eine kluge Burmesin werden dieses Projekt gemeinsam auf den Weg bringen. Wir sind zuversichtlich, dass unsere "Swimming Doctors" im Frühjahr 2010 starten können.

Kalayar Schreiber, Heiz Schoeneich und Jürgen Gessner, am 1. April 2009


Spezifikation für das Boot:

  • 16 Meter lang, 4,5 Meter breit.
  • 6 Doppelkabinen, zwei Einzel und zwei Plätze oben
  • 2 Toiletten mit Dusche und Waschbecken
  • Küche mit Gasherd und Kühlschrank
  • Wohn- und Essraum mit Tisch, Stühlen und Sitzecke für 10 Personen
  • 2 Behandlungszimmer mit Liegen und einem Kühlschrank
  • Fließend Wasser in den Toiletten, Küche und Behandlungsräumen
  • Stromversorgung 220 Volt Solar und Generator; elektrisches Licht in den Gängen und allen Kabinen, 50 Steckdosen, TV und DVD im Wohnraum
  • Positionslichter, Suchscheinwerfer vorne und hinten
  • Ein Zodiak mit Außenborder für 4 Personen

 
 
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